Symptome des engen Wirbelkanals

Da es sich bei dieser Krankheit um eine Erscheinung der zweiten Lebenshälfte handelt, wird sie sehr oft verkannt oder unterschätzt. Einfache Röntgenbilder der Wirbelsäule zeigen eine erhebliche Veränderung an den verschiedensten Stellen.
 
Dennoch sind die Symptome typisch und durch eine gezielte Operation meist deutlich zu bessern.
 
 
Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule
  • Seit Jahren bestehende, zunehmende Nacken-Schulter-Armschmerzen. 
  • Kopfschmerzen, bis in die Stirn ziehend, Schwindelgefühle, besonders bei Lagewechsel.
  • Das Gefühl eine Kralle säße im Nacken“ 
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule (HWS).
  • Nachts ist oft kein Schlaf zu finden, weil man nicht weiß, wie man den Kopf noch legen soll.
  • Radikuläre Symptome mit Schmerzausstrahlung in den Arm sowie Ausfallerscheinungen im Sinne von Sensibilitätsstörungen und motorischen Ausfällen, ein- oder beidseitig, entsprechen den betroffenen Segmenten.
  • Man ist nicht mehr in der Lage den Stift beim Schreiben richtig zu halten.
  • Es wird immer schwerer, die Knöpfe am Hemd selbst zu schließen.
Die radikulären Symptome sind die Folge der Einengung der Nervenaustrittspunkte (Foramen).
 
Zeichen einer cervikalen Myelopathie als Folge der chronischen Kompression des Rückenmarks.
 
Gang- und Standunsicherheit: Besonders nachts bei wenig Licht ist der Gang sehr unsicher.
Die Art des Gehens ändert sich: Man geht breitbeiniger, fast wie betrunken. 
 
 
Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule 
  • Seit Jahren bestehende Rückenschmerzen (Lumbalgie), und Schmerzen die vom Rücken in ein, oder beide Beine ziehen (Lumboischialgie).
  • Oft werden auch neurologische Ausfallerscheinungen wie Sensibilitätsstörungen und motorische Ausfälle entsprechend dem betroffenen Segment oder mehrerer Segmente diagnostiziert.
  • Claudicatio-spinalis-Symptomatik mit erheblicher Verkürzung der Gehstrecke (Zunahme der Schmerzen und Schmerzausstrahlung in die Beine mit zeitweiligen Ausfallerscheinungen wie Taubheit und Schwäche der Beine. Diese bessern sich, wenn man stehen bleibt und sich nach vorne überbeugt).
  • Sehr oft nach vorne gebeugte Haltung beim Laufen sowie weitgehende Beschwerdefreiheit beim Fahrradfahren.
 
Die anfänglich vorübergehenden Ausfallerscheinungen können bei voll ausgebildetem Krankheitsbild dauerhaft werden.
 
Es können neben Lähmungserscheinungen der unteren Extremitäten auch Blasen- und Mastdarmstörungen auftreten.