Bandscheibenvorfall in Höhe HW5/6 rechts
 
Das Krankheitsbild:
Bandscheibenvorfall in Höhe HW5/6 rechts mit starken Schulter-Arm Schmerzen rechts Operative Versorgung mit Einsatz eines intervertebralen Cages
 
Der Patient:
Rudolf L., 39 Jahre alt, 1,88 m, 75 kg, Büro-Tätigkeit, Verheiratet, 2 Kinder
 
Wie alles begann:
Vor einigen Tagen betsehen starke Schmerzen im Bereich des Nackens mit Ausstrahlung in den rechten Arm. Auf einer Schmerzskala von 0 bis 10 gibt der Patient trotz der Einnahme von 2 unterschiedlichen Schmerzmitteln einen Wert von 8 an.
In der Vorgeschichte bestehen keine relevanten Vorerkrankungen.
 
Die aktuellen Beschwerden:
Es bestehen ausgeprägte Schmerzen im Bereich der HWS und des gesamten rechten Armes und Taubheitsgefühle im Bereich des Zeige- und Mittelfingers rechts.
Bei der neurologischen Untersuchung zeigte sich eine schmerzbedingt deutlich reduzierte Mobilität der HWS. Zudem findet sich eine beginnende Lähmung des Tricpes-Muskel auf der rechten Seite.
 
Röntgen/CT/MRT:
Im MRT der HWS zeigt sich ein großer rechtsbetonter Bandscheibenvorfall mit deutlichem Druck auf das Rückenmark. 

 

Die Therapie:
Augrund der ausgeprägten Schmerzsymptomatik und der beginnenden neurologischen Ausfälle wurde die Indikation zur OP, zur Entfernung des Bandscheibenvorfalles und zur Implantation eines intervertebrlaen Cages gestellt. Der Patient willigte nach einer entsprechenden Bedenkzeit in das Vorgehen ein.
Am darauf folgenden Tag wurde der Patientin stationär aufgenommen und es erfolgte die operative Entfernung des Bandscheibenvorfalles. Die OP dauerte ca. 70 Minuten und wurde über einen ca. 4 cm langen Hautschnitt im Bereich der vorderen Hals- Partie durchgeführt. Nach einer ca. 2-stündigen Überwachungszeit im Aufwachraum wurde der Patient auf die Station verlegt und hat sich am Nachmittag zunächst im Beisein des Pflegepersonals und später dann selbständig im Krankenzimmer bewegt.
Die Schmerzsymptomatik war deutlich rückläufig. In den Nächsten Tagen klagte der Patient noch über "Verspannungen" im Bereich der HWS und Nackenmuskulatur. Diese Beschwerden bildeten sich unter Einnahme von Medikamenten zurück. Am 4-ten Tag nach der OP konnte der Patient entlassen werden.
 
Der weitere Verlauf nach der Operation:
Der Patient berichtete bei ambulanter Kontrolluntersuchung, dass die Beschwerdesymptomatik nahezu komplett zurückgegangen sei.
Die postoperativen Röntgenaufnahmen der HWS zeigten eine regelrechte Lage des Implantates.
 
Zwei Wochen nach der OP hat der Patient seine berufliche Tätigkeit wieder aufgenommen.