Die häufigsten Fragen

Was ist ein Hexenschuss?

Im Rahmen der degenerativen Veränderung der Wirbelsäule kann es bei einer falschen Bewegung zu einer Stauchung der kleinen Wirbelgelenke oder zu einem kleinen Riss in der Bandscheibe kommen. Dies allein würde nur einen lokalen Schmerz auslösen. Die Muskulatur an der Wirbelsäule reagiert aber auf diesen Schmerzreiz mit einer starken Verspannung. Diese Verspannung kann so stark sein, dass man sich nicht mehr Aufrichten kann. Die dauerhafte Verspannung der Rückenmuskulatur erzeugt wiederum erhebliche Schmerzen.

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Führt ein wiederholter Hexenschuss zum Bandscheibenvorfall?

Nur sehr selten gibt es Fälle bei denen Patienten nicht von häufigen Rückenschmerzen in der Zeit vor einem Bandscheibenvorfall berichten. Man kann aber durchaus immer wieder Schmerzen und Probleme mit der Wirbelsäule haben, ohne jemals einen Bandscheibenvorfall zu bekommen.

Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Die Bandscheibe arbeitet wie ein Stoßdämpfer. Sie besteht aus einem sehr festen äußeren Faserring und einem inneren Gallertkern. Im Rahmen einer degenerativen Veränderung der Wirbelsäule kommt es zu Einrissen des Faserrings. Der Gallertkern beginnt nach außen zu wandern. Irgendwann durchbricht dieser den Faserring und es kommt zum Bandscheibenvorfall.

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Wann muss ein Bandscheibenvorfall operiert werden?

Über 80% aller Bandscheibenvorfälle müssen nicht operiert werden. Wenn aber eine erhebliche Kompression einer Nervenwurzel besteht, muss die Möglichkeit einer Operation gegen die Chancen einer konservativen Therapie abgewogen werden. Kommt es aber zu Ausfällen der betroffenen Nervenwurzel (Taubheitsgefühle des betroffenen Beines, Lähmungen oder sogar Blasen und Mastdarmstörungen) ist mit einer Operation nicht zu warten.

Wie wird ein Bandscheibenvorfall behandelt?

Zunächst wird für Patienten eine umfassende Diagnostik durchgeführt. Im Anschluss wird mit dem Patienten die für ihn optimale Therapie diskutiert. Im Falle eines konservativen Therapiekonzeptes bieten wir medikamentöse, verhaltenstherapeutische und physiotherapeutische Maßnahmen an. Sollte eine Operation erforderlich sein, so sollte das Ziel eine minimal-invasive Lösung sein. Das heißt eine mikrochirurgische oder endoskopische Operation. Es wird angestrebt bei einer Operation so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich zu tun. Für den Patienten bedeutet dies eine Operationszeit unter einer Stunde. Durch die minimal-invasiven Techniken bleiben die Wirbelsäule und die umgebende Muskulatur weitgehend unverletzt. Der Patient kann so in der Regel schon zwei Stunden nach der Operation wieder aufstehen und die Klinik in wenigen Tagen verlassen.

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Wie verhält man sich nach der Operation?

Die Zeiten da man den Patienten nach einer Bandscheibenoperation mitteilte was sie nun alles nicht mehr tun dürfen sind dank der schonenden Operationstechniken vorbei. Der Wahlspruch lautet „ Alles was nicht weh tut ist erlaubt“. Der Patient lernt unter Anleitung eines Physiotherapeuten sehr gut, seine Grenzen zu erkennen und diese durch gezieltes Training auch zu erweitern. Es muss das Ziel moderner Wirbelsäulentherapie sein, dem Patienten in seinem gewohnten Umfeld zu belassen und ihm einen möglichst beschwerdefreien Alltag zu ermöglichen.

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