Bildgebende Diagnostik

Die MRT ist die Untersuchungsmethode der ersten Wahl zur Abklärung einer Erkrankung an der Halswirbelsäule. Sie hat andere Untersuchungsmethoden in den letzten Jahren weitgehend in den Hintergrund gedrängt.

In sehr speziellen Fragestellungen und wenn die Durchführung einer MRT-Untersuchung nicht möglich ist (Herzschrittmacher oder Platzangst) werden anderen Untersuchungsmethoden, wie CT, cervikale Myelographie, Myelo-CT und Discographie eingesetzt.

 

Röntgenaufnahme der HWS

Röntgennativaufnahmen der HWS werden in 2 oder 4 Ebenen (AP, seitlich und halbschräg rechts und links) erstellt. Ziel ist ein Überblick über degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule und Einengung der Foramina (Zwischenwirbellöcher, Austrittsstellen der Nervenwurzel vom Wirbelkanal) zu erreichen.

Auch können degenerative Veränderungen der Wirbelkörper und Bandscheiben beurteilt werden. Wichtig ist auch die Stellung der Halswirbelkörper zueinander.

Erscheint die Beweglichkeit oder die Struktur der Halswirbelsäule gestört, kann auch eine Funktionsaufnahme der HWS erfolgen. Eine seitliche Aufnahme bei maximaler Vorwärts - und Rückwärtsneigung des Kopfes.

 

Kernspintomographie / Kernspinmyelographie (MRT = Magnetresonanztomographie)

Durch eine fachgerecht durchgeführte MRT-Untersuchung erhält man die meisten Informationen über die Lokalisation, Art und Ausdehnung eines Bandscheibenvorfalls.

Die MRT wird in unterschiedlichen Sequenzen durchgeführt. Dies erlaubt die Beurteilung von Bandscheiben, Nerven, Bänder, Muskeln, Fett und Knochen. Zusätzlich kann ein unterschiedlicher Wassergehalt der einzelnen Gewebe dargestellt werden. Hierdurch ist eine Beurteilung von Alterungen, Entzündungen, Infektionen, Verletzungen, Narben, Blut etc. möglich.

Die MRT ist heute bei der Diagnostik des Bandscheibenvorfalls anderen Untersuchungen vorzuziehen.

Platzangst im MRT ist mittlerweile durch entsprechende medikamentöse Begleitung der Patienten, durch offene MRT-Geräte und die Geduld der Untersucher überwindbar geworden.

 

Computertomografie der HWS

In vielen Fällen kann durch die CT-Untersuchung die Diagnose gestellt werden. Die MRT ist jedoch auf Grund der besseren Auflösung und mehrdimensionalen Bildgebung der CT vorzuziehen. In speziellen Fällen kann die CT als Zusatzuntersuchung, insbesondere zur Beurteilung der knöchernen Strukturen, erforderlich sein.

Cervikale Myelografie und Myelo-CT

Es handelt sich hierbei, im Vergleich zur MRT und CT, um eine invasive Untersuchungsmethode. Durch eine Punktion wird ein wasserlösliches Kontrastmittel in den Spinalkanal gespritzt. Damit wird eine röntgenologisch darstellbare Verfärbung des Nervenwassers (Liquor) erreicht.

Die negative Darstellung des Vorfalls als Aussparung im Spinalkanal wird durch die konventionelle Röntgenaufnahme als Röntgenbild oder durch eine anschließende CT-Untersuchung festgehalten.

Die cervikale Myelographie hat in den letzten Jahren an Bedeutung verloren und wird nur in besonderen Fällen durchgeführt. Untersuchungen mit den modernsten MRT-Geräten liefern Bilder in exzellenter Qualität und Auflösung bei geringerer Belastung der Patienten.