Bandscheibenvorfall - Operation

Sie leiden an therapierefraktären Schmerzen, die auch unter konservativer Therapie nicht gebessert sind. Die Medikation ist ausgeschöpft und auch die Physiotherapie kann nicht auf Dauer helfen. Die Schmerzen lindern Ihre Lebensqualität und Sie haben einfach die Schmerzen "satt". Ihr Neurochirurg hat bereits die Operation angeboten. Wie geht es nun weiter, was hei?t operative Behandlung bei einem Bandscheibenvorfall in der LWS oder in der HWS ?

Die Operation bei einem Bandscheibenvorfall soll als Ziel haben:

  • Reduktion der Schmerzen oder Schmerzfreiheit (zumindets der ausstrahlenden schweren Schmerzen ins Bein/in den Arm
  • Besserung oder Wiederherstellung der Mobilität (für viele z.B. auch ältere Patienten enorm wichtig) 
  • Reduktion bzw. komplettes Absetzen der zum Teil mit Nebenwirkungen behafteten Schmerzmedikation (z.B. die Opiate)
  • Rückbildung der neurologischen Defizite (was auch mit der Operation nicht immer funktioniert, abhängig davon wie lange die Ausfälle vorher bestanden; je länger vor der Operation, desto schlechter bilden die Ausfälle sich komplett wieder zurück)
  • Vermeidung von neurologischen Ausfällen, z.B. bei großen Bandscheibenvorfällen, bei denen relativ rasch eine neurologisches Defizit auftreten kann (Stichwort "Wurzeltod", die Nervenwurzel stellt komplett die Funktion ein - meist nicht mehr zu beheben auch mit einer Operation nicht mehr)
  • ganz wichtig: Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit, falls diese durch die Beschwerden ausgesetzt werden musste (Arbeitsunfähigkeit)

Der Operationstermin wird gemeinsam mit dem Patienten besprochen und geplant. Im Vorfeld erfolgt die ausführliche Aufklärung des Patienten, der zudem einen Aufklärungsbogen erhält, den er sorgfältig durchlesen sollte. Es erfolgt ein persönliches Gespräch zwischen Operateur und Patient über den Eingriff, die möglichen Komplikationen und eingriffstypischen Risiken der jeweiligen Operation. Zudem erfolgt eine Blutentnahme zur Bestimmung der wichtigsten Parameter wie Entzündungs- und Gerinnungswerte.

Präoperativ erfolgt die Vorstellung beim Narkosearzt, der über die Vollnarkose aufklärt und individuelle Risikofaktoren (Vorerkrankungen wie Hypertonie oder Herzinsuffizienz) sichtet und eventuell weiter Untersuchungen vor der Operation verlangt und in die Wege leitet. So soll das perioperative Risiko für narkosebedingte Komplikationen auf ein Minimum reduziert werden. Es kommt auch manchmal vor, dass Patienten "zu krank" sind und dass das perioperative Risiko einfach zu hoch ist, um eine Operation gefahrlos durchführen zu können. In diesem Falle müssen die konservativen Therapieverfahren weiterverfolgt werden.

Der Patient erhält einen festen Termin für die Operation. Die stationäre Aufnahme erfolgt meist am Tag der Operation. Über die Dauer des stationären Aufenthalts wird ebenfalls im Vorfeld gesprochen.

 

Bandscheibenvorfall - Operation LWS

Bandscheibenvorfall - Operation HWS

 

Einblicke in den Operationssaal